Wir sind schon mittendrin im ersten Monat des Jahres 2026. Bei uns in Österreich hat er bis jetzt viel Kälte und Schnee gebracht, was durchaus ungewöhnlich ist. Doch wie wird es weitergehen in diesem Jahr? Was ist wichtig zu wissen und wo läuft es wie gewohnt?
Meiner Meinung nach wird der Campingtrend ungebremst weitergehen. Plätze, die immer früher reserviert werden müssen, ein Zuwachs an Ganzjahresplätzen und dicht belegte Stellplätze scheinen mir Recht zu geben. Wir Camperinnen und Camper sind wohl auch weiterhin eine ziemlich starke Truppe (das darf gerne in mehrerer Hinsicht verstanden werden).
Doch was wird 2026 anders werden?
Was sich 2026 beim Reisen in Europa ändern wird
2026 kommen ein paar Änderungen auf uns zu:
- Bulgarien führt den Euro ein: Wer zukünftig in Bulgarien campen möchte, muss kein Geld mehr umwechseln
- Das Entry/Exit-System (EES) wird weiter ausgerollt: Das System betrifft nur Reisende außerhalb der EU, es kann aber zu Beginn zu längeren Wartezeiten an den Schengen-Außengrenzen führen und in der Folge dann zu einem flüssigeren Ablauf
- Kroatien möchte ab Herbst 2026 auf die digitale Vignette bzw. Mautboxen für LKWs umsteigen: Kein Stau mehr an den Mautstationen
- Spanien verbietet Warndreiecke bei einem Unfall, wenn es sich um ein spanisches (Miet-)Auto handelt: Stattdessen wird ein spezielles Blinklicht auf das Autodach gelegt
- Griechenland führt ein generelles Tempo 30 in Wohngebieten ein: Dazu ist keine zusätzliche Beschilderung nötig
- Venedig weitet die Besuchergebühr auf weitere Tage aus (von 54 auf 60)
- Deutschland möchte bis Ende 2026 den digitalen Führerschein zur Verfügung stellen
- Österreich erlässt eine E-Bike-Helmpflicht für E-BikerInnen bis 14 Jahren und E-Scooter-FahrerInnen bis 16 Jahren mit 1.Mai 2026
Was sich 2026 beim Campen ändern wird
- Die große Plätze scheinen auch im kommenden Jahr früh ausgebucht zu sein -> wer nur eine bestimmte Zeitspanne zur Verfügung hat oder auf einem bestimmten Platz campen möchte, tut gut daran, rechtzeitig zu reservieren
- Ein Trend zu Kurzurlauben oder Wochenendtrips mit dem Campingfahrzeug macht sich bemerkbar
- Der Trend zur Autarkie und damit zu mehr Unabhängigkeit wird größer
- Campen wird immer digitaler; das Navi hat Straßenkarten bereits abgelöst; jetzt folgen Apps mit Stellplätzen anstelle der Campingführer
- Campen wird vermutlich auch 2026 teurer werden (die Preissteigerung 2025 von rund 5% kannst du hier nachlesen), da auch die Personal- und Infrastrukturkosten steigen werden
- Immer mehr Campingplätze und campende Familien entdecken das Ganzjahrescamping für sich
Was das für uns campende Familien bedeutet
Campen wird von Jahr zu Jahr vielfältiger. Wir können daher je nach Lust und Laune Langzeitaufenthalte auf Campingplätzen mit allem Drum und Dran mit kurzen Wochenendtrips in der Nachbarschaft mischen und müssen auch in der kühleren Jahreszeit nicht zu Hause bleiben. Außerdem sind die neueren Fahrzeuge immer weniger auf externe Versorgung angewiesen.
Wer billig urlauben möchte, muss allerdings auf die Nebensaison ausweichen oder günstigere Länder wählen.
Aufgrund des anhaltenden Campingtrends ist zu erwarten, dass auch im Jahr 2026 wildcampende Fahrzeuge kontrolliert und gegebenenfalls gestraft werden.
Campingfahrzeuge und deren Inhalt werden leider auch 2026 für Diebe interessant bleiben. Je nach Aufenthaltsort und Reiseroute lohnt es sich, ein Augenmerk auf die Sicherung des Fahrzeuges und der Wertgegenstände zu legen. In diesem Artikel erfährst du, wo 2023 die meisten deutschen Campingfahrzeuge gestohlen wurden.
Mein persönliches Fazit
2026 wird zwar keinen radikalen Umbruch in der Campingszene bringen, es entwickelt sich aber einiges weiter und wir dürfen gespannt sein, was sich in den kommenden 12 Monaten ereignen wird.
Möchtest du noch mehr zu diesem Thema erfahren, wirst du hier fündig:
- ÖAMTC: Neuerungen 2026
- ADAC: 12 neue Superplätze in 2026
- promobil: Neue Wohnmobile und Wohnwagen 2026
Hast du schon konkrete Camping- oder Reisepläne für 2026?
Hinterlass mir gerne einen Kommentar! Ich freu mich, von dir zu lesen!