Auf nach Slowenien!

Urlaub in Slowenien? Noch nie gemacht? Dann komm doch mit und begleite uns! Wir verbringen ein paar Tage mit unserem Wohnmobil in diesem wunderbaren Nachbarland.

Moravske Toplice

Staunend stehen wir vor einem riesigen Rutschenkonstrukt. Menschen sausen ohne Unterlass in die Tiefe. Ab und zu hören wir laute Schreie. Wir befinden uns in der Therme 3000. Mit Wellness hat das ganze allerdings wenig zu tun. Die laute Musik und die vergnügten Badegäste erinnern eher an ein Freibad. Unsere Mädls sind begeistert. Ich brauche ein bisschen, um mich an den Trubel zu gewöhnen. Als ich dann aber bei der Wassergymnastik mitmache und meinen verspannten Nacken löse, freunde ich mich langsam mit unserem ersten Aufenthalt in Slowenien an. Unsere Kinder sind praktisch permanent beschäftigt. Animateure veranstalten Spiele mit den jüngsten Badegästen, ein Spielplatz mit diversen Spielgeräten und Sandkasten bietet sich für die Pause an. Das Rutschen-Eldorado zieht uns auch bald in seinen Bann. Allerdings halten wir uns lieber bei den gewöhnlichen Rutschen auf. Rutschbahnen wie die Kamikaze Rutsche, wo man sich 22 Meter im freien Fall befindet oder dem Aqualoop, der viertschnellsten Wasserrutsche Europas, überlassen wir den wagemutigen Gästen.

Die Therme verwöhnt ihre BesucherInnen auch kulinarisch. Wir entscheiden uns aber für eine Pause von der Action und kochen unser Mittagessen am Campingplatz.

Sava Camping

Der Campingplatz grenzt direkt an das Thermengelände. Für uns ideal, da unsere müden Kinder nicht weit gehen müssen, wir vergessene Utensilien problemlos holen können und die erwähnte Pause möglich ist. Der Platz ist sehr übersichtlich, die Sanitärgebäude sauber und die Lage für An- und Abreise praktisch.

Nach der Mittagspause stürzen wir uns wieder ins Getümmel. Am späten Nachmittag schlägt das Wetter um und es beginnt zu regnen. Für uns kein Problem, da wir sowieso erschöpft sind. Zusätzlich zur großen Außenanlage besitzt die Therme auch einen Innenbereich. Bei unserem Besuch ist sie allerdings aufgrund eines Umbaus gesperrt.

Für uns geht es weiter zur größten Stadt Sloweniens.

Ljubljana – die Hauptstadt Sloweniens

Schritt für Schritt arbeiten wir uns die Treppen hinauf. Es ist heiß und wir sind froh über jedes Stückchen Schatten. Der Weg zur Burg schlängelt sich entlang des Hügels. Nachdem wir nie sehen, was hinter der nächsten Biegung auf uns wartet, ist der Aufstieg für unsere Kinder sehr spannend. Kinderwagentauglich wäre er allerdings nicht.

Der Weg zur Burg

Oben angekommen, haben wir einen wunderbaren Ausblick über Ljubljana.

Die Burg von Ljubljana

Die Burg steht schon seit 900 Jahren auf ihrem Platz und gilt als Hauptsehenswürdigkeit. Sie beinhaltet einen Aussichtsturm, ein Puppentheater-Museum sowie die Ausstellung „Slowenische Geschichte“. Für Kinder bis 7 Jahre ist der Eintritt frei. Außerdem gibt es ein Restaurant. Wir entschließen uns gegen eine Burgbesichtigung und erkunden lieber die Umgebung. Beim Rückweg entscheiden wir uns zur Begeisterung unserer Kinder, für eine Fahrt mit der Standseilbahn. Im Nu sind wir unten und setzen unseren Stadtbummel fort.

Die Altstadt

Eine tolle und vor allem für müde Kinderfüße geeignete Möglichkeit die Stadt kennenzulernen, ist eine Bootsfahrt auf dem Fluss Ljubljanica. Gemütlich betrachten wir die Stadt vom Wasser aus. Für unsere Kinder sind vor allem die zahlreichen Brücken interessant. Am bekanntesten sind jene drei Brücken, die direkt nebeneinander liegen, aber zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten gebaut wurden. Außerdem schauen wir uns das Wahrzeichen der Stadt an: Der Drache auf der Drachenbrücke.

Das viele Bootfahren macht hungrig. Zum Glück gibt es entlang des Flusses unzählige Restaurants. Wir ergattern einen freien Tisch direkt neben dem Wasser und bleiben nicht lange alleine.

Bevor es zum Campingplatz retour geht, gönnen wir uns noch ein Eis. Und zwar nicht irgendeines. Wir dürfen uns die Zutaten für Ice-Cream-Rolls aussuchen. Angefangen von frischen Früchten, über Kekse und Brownies ist alles dabei. Die Verkäuferin legt alle gewählten Zutaten auf eine Eisplatte, zerkleinert und vermischt sie. Anschließend kratzt sie die Masse ab und es entstehen köstliche Eisrollen.

Schlechtwetterprogramm

Wir haben großes Glück mit dem Wetter und genießen den Besuch der Hauptstadt bei herrlichstem Wetter. Sollte das Wetter aber mal nicht so mitspielen, bietet Ljubljana auch ein Schlechtwetterprogramm:

Ljubljana Resort Hotel & Camping

Der Campingplatz befindet sich nur 5km vom Stadtzentrum entfernt und ist daher ideal für eine Stadtbesichtigung. Wir fahren mit dem Bus von der Altstadt zurück. Praktischerweise befindet sich direkt vor dem Campingplatz die Bushaltestelle. Wer nicht mit dem Bus fahren möchte, hat die Möglichkeit sich Fahrräder auszuborgen.

Wir kommen gerade rechtzeitig zum Campingplatz zurück. Am Himmel sind schon die ersten dunklen Wolken bemerkbar. Ich persönlich finde es sehr gemütlich bei Gewitter im Wohnmobil zu sitzen. Doch was jetzt kommt, habe ich noch nie erlebt. Es schüttet so heftig, dass sich im Kies-/Grasboden innerhalb kürzester Zeit Wassergräben bilden. Wir fühlen mit den zeltenden Campern mit, die in ihren Zelten den Wassermassen ausgeliefert sind. Es blitzt ununterbrochen und donnert so heftig, dass an Schlaf eine Zeit lang gar nicht zu denken ist.

Am nächsten Morgen hat sich die Lage beruhigt. Die Sonne trocknet alles und der kleine Kinderspielplatz ist wieder benutzbar. Auf der Zeltwiese hängen überall waschelnasse Kleidungsstücke, Schlafsäcke sind zum Trocknen ausgebreitet und durchnässte Schuhe stehen in der Sonne. Zum Glück ist es warm. Volleyball-, Fußball- und Basketballplätze sind bald wieder einsatzbereit. Und auch das direkt an den Platz grenzende Freibad lockt die jungen Wassernixen. Campinggäste erhalten reduzierten Eintritt. Wir fühlen uns hier sehr wohl und empfehlen den Platz gerne weiter.

Die Höhle von Postojna

Nur rund 50km von Ljubljana entfernt existiert eine ganz andere Welt. In der Höhle von Postojna kommen Entdecker und Entdeckerinnen auf ihre Kosten. Unser Wohnmobil findet einen guten Platz auf dem Parkplatz vor der Höhle. Wer lieber öffentlich anreist, kann das sowohl mit dem Zug (allerdings mit längerem Fußweg) als auch mit dem Bus tun. In die Höhle selbst fahren wir bequem mit dem Höhlenzug. Eineinhalb Stunden dauert unser Aufenthalt in der Tropfsteinhöhle. Achtung: Es hat nur 10 Grad! Es empfiehlt sich daher warme Kleidung und geschlossene Schuhe zu tragen. Zum Schluss ist es meinen Kindern ein Ding der Unmöglichkeit an den Stofftier-Grottenolmen vorbeizugehen. So reisen ab jetzt zwei „Drachenbabys“ im Wohnmobil mit.

Wer genug Zeit mit bringt, kann auch die 9km entfernte Burg Predjama besichtigen. Hierbei handelt es sich um die größte Höhlenburg der Welt. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit zählt sie zu den zehn faszinierendsten Burgen der Welt und wird gerne als Filmschauplatz oder Trauungsort gewählt.

Wir wollen ans Meer

Nach Thermenbesuch, Stadtbesichtigung und Höhlenerforschung wollen wir ans Meer. Dafür haben wir einen Stellplatz auf dem Campingplatz direkt am Meer reserviert.

Adria Ankaran Hotel & Resort

Schon bei der Ankunft stellt sich heraus, dass eine Reservierung sinnvoll war. Der Campingplatz ist übervoll. Dicht an dicht stehen die Wohnmobile, Zelte und Wohnwägen. Auf den ersten Blick ist mir alles zu dicht. In der Früh öffnen wir die Wohnmobiltür und stehen quasi neben dem Esstisch unserer Nachbarn, die gerade frühstücken. Ich merke aber, dass ich mich bald daran gewöhne und den Kindern ist es sowieso egal. Angenehm sind die vielen Kiefern. Der natürliche Schatten sorgt dafür, dass weder das Wohnmobil noch wir überhitzen. Für Wasserratten gibt es zwei Pools und natürlich das Meer. Den Strand entlang spaziert man auf einer Betonplatte, der Meeresboden besteht aus Kies. Für Kinder gibt es einen Spielplatz, für Erwachsene einen Volleyballplatz. Zum Entspannen und Erholen bzw. zur sportlichen Betätigung befindet es am Platz ein eigenes Wellnesscenter. Die Angebote sind kostenpflichtig. Außerdem bietet der Campingplatz Kinderanimation, Mini Disco und Aqua Gym an.

Die slowenische Küche

Die slowenische Küche ist so vielseitig wie das Land selbst. Generell wird Wert auf regionale Produkte gelegt. Dazu zählen zum Beispiel Kartoffeln, Paradeiser, Paprika, Käse, aber auch Fisch und Meeresfrüchte.

Zwetschken-Gnocchi

Zutaten:

500 g Kartoffeln

150 g Mehl (im Idealfall halbe Menge griffig, halbe Menge glatt)

2 Eier

12 Zwetschken

Zucker (je nach Bedarf)

1 Handvoll Semmelbrösel

100 g Butter

Salz

So wirds gemacht:

Die Kartoffeln im Wasser kochen und schälen. Anschließend durch eine Kartoffelpresse drücken oder zerstampfen. Mehl, etwas Butter und Eier dazu geben, den Teig kneten bis er locker ist.

Anschließend die Zwetschken entkernen und bei Bedarf mit Zucker bestreuen. Die Zwetschken einzeln mit Teig umhüllen, gut verschließen und Kugeln formen. Die Kugeln im Topf mit kochendem Salzwasser 10 Minuten ziehen lassen.

Mit Butter und Semmelbrösel servieren. Guten Appetit!

Rechtliche Bestimmungen

Wildcampen: Wildcampen ist in Slowenien verboten

Vignette:

  • muss digital erworben werden
  • gilt für die Benutzung der Autobahn
  • gibt es als Wochen-, Monats- und Jahresvignette

Währung: Euro

Licht: Das Abblendlicht muss untertags eingeschalten werden

Kinder: benötigen unter 1,50m einen Kindersitz

Die genannten rechtlichen Bestimmungen erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Bitte selbst vor Reiseantritt überprüfen.

Unser Fazit

Wir genießen unseren Urlaub in vollen Zügen. Wie so oft ist er viel zu kurz, um alles zu sehen, was das Land zu bieten hat. Wir sind uns daher einig: Wir kommen wieder!

Bei den erwähnten Campingplätzen und Aktivitäten handelt es sich um unbezahlte Werbung.

Schreibe einen Kommentar