Schweden ist ein Land, das sich tief bei mir eingeprägt hat. Zum ersten Mal war ich hier als Studentin und seither schon mehrere Male, mal mit mal ohne Wohnmobil. Jedes Mal habe ich etwas Neues entdeckt und jedes Mal war ich wieder begeistert. In diesem Blogartikel möchte ich dich in „mein“ Schweden mitnehmen.
Warum Schweden mein perfektes Urlaubsland ist

Ich weiß, ehrlich gesagt, gar nicht, wo ich anfangen bzw. wie ich das in Worte fassen soll. In Schweden fühle ich mich einfach wohl. Ich denke, es ist eine Mischung aus äußerst freundlichen Menschen, bezaubernder Natur, einer Sprache, die ich zwar leider noch immer nicht beherrsche, aber äußerst gerne lausche sowie tollen Erlebnissen. Die langen Öffnungszeiten der Supermärkte und die geöffneten Geschäfte am Sonntag machen das Einkaufen auf Reisen sehr einfach.
Das alles macht Schweden für mich zum perfekten Reiseziel und wenn dir ähnliche Dinge gefallen, dann bist du hier genauso gut aufgehoben wie ich.
Bei aller Liebe zu Schweden, möchte ich aber auch nicht die Augen vor den Nachteilen verschließen:
- die Mücken können äußerst lästig sein: fairerweise muss ich aber erwähnen, dass es im polnischen Nationalpark noch viel schlimmer war bzw. im Baltikum die Mücken auch sehr unangenehm sein können
- das nordische Wetter ist wechselhaft: wir haben in Schweden schon alles von Hitze bis Kälte gepaart mit Wind und Regen erlebt – die Garderobe muss also sehr vielseitig sein
- Schweden ist ca. 450.000 km² groß: das bedeutet viel Fahrerei, wenn man viel sehen möchte
- Schweden ist teuer: die Lebensmittelpreise sind deutlich höher als in Österreich oder Deutschland und vor allem ein Restaurantbesuch geht ins Geld
- die Sommersaison ist relativ kurz: bereits im August kann es schon herbstlich werden
- Schweden hat es leider in den letzten Jahren immer wieder in die Medien aufgrund von steigender Kriminalität geschafft: zwischen verklärtem Bullerbü und gefährlichem Reiseland liegt aber viel; insgesamt ist laut Statistik die Kriminalität rückläufig und wir fühlen uns nach wie vor äußerst sicher
- die Anreise von Österreich ist sehr lang
Die Anreise nach Schweden
Wir haben schon mehrere Varianten probiert und es ist eindeutig Geschmackssache bzw. hängt natürlich auch davon ab, wo man herkommt. Von Deutschland, Dänemark, Finnland, Polen und den baltischen Staaten erreicht man Schweden mit der Fähre. Als Alternative kann man über die Öresundbrücke in Dänemark fahren.
Die beste Reisezeit für Familien
Die beste Reisezeit ist natürlich sehr individuell. Schön sind alle Jahreszeiten und jede Jahreszeit hat etwas Besonderes.

- Schweden im Frühling: die Natur erwacht; die Touristen lassen sich noch Zeit, es ist daher relativ ruhig; die Temperaturen, vor allem das Wasser, sind noch sehr kühl
- Schweden im Sommer: die Tage dauern sehr lange -> unbedingt schauen, dass dein Campingfahrzeug gute Rollos besitzt; die Luft und das Wasser sind warm; Hochsaison -> teuer
- Schweden im Herbst: tolle Herbstfarben; perfekt zum Wandern; schon sehr kühl
- Schweden im Winter: wenig Tageslicht; ev. Nordlichter; falls du mehr über die Winterzeit lesen möchtest, könntest du bei Rike von Schweden und so reinlesen
Camping in Schweden
Schweden ist ein großartiges Campingland. Die Plätze sind oft sehr weitläufig mit genug Platz zum Spielen und Herumtollen für Kinder. Oft sind die Plätze sehr natürlich, was ein Rollerfahren oder Inlineskaten schwierig werden lässt. Auf großen Plätzen ist auch eine Kinderanimation vorhanden, aber unserer Erfahrung nach, nicht im großen Stil wie in Italien, sondern eine Spur ruhiger mit Malen, Basteln, Krabbenfischen und ähnlichem. Campingplätze sind meist auf Kinder gut eingestellt und mit ihrer Lage an einem See oder am Meer perfekt für herrliche, unbeschwerte Sommertage.

Meine Tipps zum Campen in Schweden
- bevor wir einen Campingplatz anfahren, decken wir uns bei einem der großen Supermärkte mit Lebensmitteln ein; im teuren Campingshop kaufen wir dann nur noch bei Bedarf
- soll es in der Hauptsaison ein bestimmter Campingplatz sein, dann unbedingt vorab reservieren
- in Schweden wird sehr viel mit Karte, statt mit Bargeld bezahlt; ein Umwechseln in schwedische Kronen zahlt sich daher auch fürs Campen kaum aus
- in Schweden schmeißen wir unseren natürlichen Rhythmus über Bord; die langen Sommerabende sind viel zu schön, um zeitig schlafen zu gehen
Essen und Trinken in Schweden
Ich habe es ja bereits anklingen lassen: Schweden ist ein teures Reiseland. Mit ein paar Tipps lässt es sich aber auch in Schweden auf das Reisebudget achten:
- Selbstkochen statt Essengehen: was in den meisten europäischen Ländern gilt, macht vor allem im Norden einen großen Unterschied
- Eigenmarken einer Supermarktkette sind oft günstiger als Fremdmarken
- Regionale Lebensmittel kaufen; importierte sind oft teurer
- Leitungswasser trinken; in Schweden ist die Wasserqualität gut
- Immer wieder mal ein Picknick machen; die schwedische Natur lädt sowieso dazu ein
- Fleischkonsum reduzieren, schont das Geldbörserl
- keine Spirituosen einkaufen
- Snacks und Fertigessen auslassen
- ein Mittagsmenü im Restaurant ist oft kostengünstiger als Abendessen

Urlaub mit Hund in Schweden
Aktuell haben wir keinen Hund, waren aber schon mit einem im Wohnmobil in Schweden unterwegs. Wir haben Schweden als sehr hundefreundlich wahrgenommen und können es als Reiseland für Hundebesitzer wärmstens empfehlen. Wichtig ist, dass die Tollwutimpfung gültig und der Hund gechipt ist sowie einen EU-Heimtierausweis besitzt. Außerdem haben wir unsere Zeckenzange oft verwenden müssen. An vielen Seen kann ein Hund problemlos mit ins Wasser. An offiziellen Stränden wird es unterschiedlich gehandhabt.
Möchtest du mehr über das Campen mit Hund erfahren, dann schau doch gerne bei diesem Blogartikel vorbei.
Die schönsten Reiseziele für Familien
Schweden ist so vielseitig, dass sich für jede Familie der passende Ort findet. In meinem Blogartikel findest du einige tolle Orte in Südschweden. Einen Blogartikel über Stockholm und Västerås ergänze ich noch.
Viel Spaß beim Lesen!
Schweden im Vergleich zu seinen Nachbarn
Norwegen kenne ich noch nicht. Ich denke aber, dass es sich von der Natur her von Schweden und Finnland allein durch die Fjorde abhebt. Schweden und Finnland sind landschaftlich sehr ähnlich, wobei Schweden als eine Spur abwechslungsreicher gilt. Finnland hat den Ruf ruhiger als Schweden zu sein. Das kann ich im direkten Ländervergleich nicht ganz so bestätigen, es hängt aber natürlich auch stark von den besuchten Orten ab. Schweden ist etwas teurer als Finnland, aber nicht so teuer wie Norwegen. Das Trinkwasser ist in allen drei Ländern sehr gut, wobei sich die Finnen damit rühmen, das beste Wasser überhaupt zu besitzen. Außerdem sind sie sehr stolz auf ihre Saunakultur, die aber auch in Schweden ausgeprägt ist, wenngleich nicht so stark.
Finnland hat über Jahrhunderte zu Schweden gehört. Schwedisch ist als zweite Amtssprache geblieben und wir haben in Finnland viele Straßennamen in beiden Sprachen gelesen. Sprachlich sind sich aber Norweger und Schweden viel näher. Finnisch ist mit Estnisch und weit entfernt mit Ungarisch verwandt.
Alle drei Länder sind international bekannt für ihre Geschichten. Schweden hat Astrid Lindgren mit Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga, Finnland hat die Mumins und in Norwegen tummeln sich die Trolle und eine reiche Sagenwelt.
Bist du schon einmal nach Schweden gereist? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!